Als Buddha in einem Park bei Kapilavatthu, seiner Geburtsstadt, spazieren ging, tauchte Mahápajápatí (Schwiegermutter von Buddha) vor ihm auf und bat ihn, dem weiblichen Geschlecht den Eintritt in den Orden zu gestatten. Dreimal schlug er ihre Bitte ab. Damals war es üblich, ernste Angelegenheiten oder Fragen dreimal zu stellen. So zeigte man, dass ihm damit ernst war. Als er nach ihre 3x Bitte ablehnte, ging sie weinend weg. Dann ging Buddha zurück zu seinem Aufenthalt in einem Großen Walde in Vesáli und Mahápajápatí folgte ihn heimlich dorthin. Sie hatte sich bereits die Haare scheren lassen und ein gelbes Mönchsgewand angelegt. Mehrere adlige Frauen aus dem Sakya (Familie von Buddha) Geschlecht hatten sich ihr angeschlossen. Diese Frauen hatten ihre Männer durch Tod oder durch die Aufnahme in Buddhas Lehre als Mönche verloren.
Denn zu der Zeit von Buddha damals, gab es keine Gleichberechtigung der Geschlechter. Ihnen wurde die Arbeit wie Heilkunst, Schreibkunst, Kriegerin, Religion etc. aberkannt und nur den häuslichen Aufgabenbereich belassen. Damals war das Ansehen der Frau nur im Haushalt und als Lebensspenderin für die Samsara. Buddha hatte bis dahin nur Kasten unabhängig Männer Zuflucht gewährt.
Ananda entdeckte sie weinend mit geschwollenen Füßen und staubbedeckt an der Halle. Er redete mit Buddha und brachte ihn zu anderer Entscheidung. Erst nach längeren Erwägungen gab er nach, traf aber, um Missbräuchen vorzubeugen, besonders strenge Anordnungen für die Nonnen. Denn er war der Meinung, dass die Frauen und Männer nicht zusammen leben können. Besonders wenn man sich für ein Ordensleben entschieden hat und leben dadurch in Keuschheit. Das Mönchsleben kann dadurch leidet und man beschließt, wieder in das gewöhnliche Leben zurückzukehren. Er sorgte auch dafür, dass die Frauen nicht von Mönchen mit Aufgaben wie z.B. Haushalt ausgenutzt werden.
Er klärte auch den Umgang mit den Frauen, denn die Mönche sollen nicht durch ihre Schönheit abgelenkt werden:
“Wie sollen wir, o Herr, mit den Weibern uns verhalten?”
“Nicht anschauen, Ananda.”
“Und wenn, Erhabener, wir sie bereits gesehen haben, soll man sich wie verhalten?”
“Nicht ansprechen, Ananda.”
“Wenn aber eins anspricht, o Herr, soll man sich wie verhalten?”
“Achtsamkeit, Ananda, bewahren.”
Damit war Mahápajápatí die erste Bhikkhuni geworden. Aber Buddha hatte doch Bedenken; er sagte, wenn er die Frauen nicht zugelassen hätte. Dann würde die wahre Lehre tausend Jahre Bestand haben; nun aber werde sie nur fünfhundert Jahre bestehen. (Was stimmte, denn nach 500 Jahre hatte in Indien die Lehre von Buddhismus keine Bedeutung mehr.) Mahápajápatí fragte, wie sie es nun mit den Sakya Frauen halten solle, die ihr gefolgt waren, und Buddha erlaubte seinen Bhikkhus, auch diese Frauen zu Bhikkhunis zu weihen.
Als Buddha nun auch Frauen aufnahmen, war es zur seiner Zeit revolutionär. Danach suchten Frauen, welche Ehebruch begangen haben, auch Zuflucht. Der Ehemann hatte beim Ehebruch das Recht seine Frau zu töten. Es kam dadurch zu Konflikt mit Ehemännern und Buddha schaffte es immer wieder, diese Wogen zu glätten. Dadurch hatten Frauen mehr Rechte als zuvor und selbstverständlich Pflichten in der Sangha (Zuflucht). Und sie können auch erleuchten werden.
Namaste Arya Tara
