Viele Lamas werden in Tibet wiedergeboren um den fühlenden Wesen zu helfen. Solche Lamas werden Tulku genannt. Im 17.Jahrhundert lebte ein bedeutenden und angesehenen buddhistischen Lehrer Lobsang Choeky Gyaltsen und er unterrichtete den 5. Dalai Lama. Nach seinem Tod im hohen Alter von 92 Jahren erkannte der 5. Dalai Lama die große Bedeutung seines Lehrers und erklärte, dass dieser als Reinkarnationen als Panchen Lama seine spirituelle Arbeit in Tibet fortsetzen würde. Rückwirkend wurden drei weitere tibetische Gelehrte als Vorgeburten identifiziert, so dass Lobsang Choekyi Gyaltsen der 4. Panchen Lama genannt wird.
Der 10.Panchen Lama wurde 1959 nach der Flucht des Dalai Lama amtierender Vorsitzender des Vorbereitungskomitees des Autonomen Gebiets Tibet. Er führte die radikalen Umbaupläne der Kommunistischen Partei Chinas (KP) aus, damit auch Tibet am erhofften „Fortschritt“ teilhaben können sollte. Doch in Tibet herrschte ein extreme Hungernot, was Panchen Lama schockierte. Er schrieb einem langen Brief an Mao Zedong um seinen Meinung zu sagen. Er wurde deswegen verurteilt und musste 14 Jahre lang in Gefangenschaft verbringen. Erst nach dem Tod von Mao kehrte er nach Tibet zurück. Er versuchte mit China zusammenzuarbeiten und akzeptierte Tibet als ein Teil von China. Und gleichzeitig versuchte er die Kultur seines Volkes zu retten. Er gründete Schulen für Tibeter, förderte tibetische Unternehmer und ließ Klöster restaurieren.
Im Januar 1989 kritisierte er in einer Festrede öffentlich die chinesische Besatzungspolitik. Zwei Tage später starb er mit 50 Jahre alt unter ungeklärten Umständen. Angeblich hatte er einen Herzinfarkt.
Dann wurde ein 6 jähriger Junge namens Gedhun Choekyi Nyima im Jahr 1995 als Nachfolger
von Choekyi Gyaltsen durch Dalai Lama anerkannt. Wenige später nachdem Dalai Lama ihn offiziell als neuen Panchen Lama erkannt, verschwanden der Junge und seine Eltern. Er wurde der jüngste politische Gefangene der Geschichte und ist nie wieder aufgetaucht. 1996 gestand die chinesische Regierung, den Jungen und seine Familie in “Schutzhaft” genommen zu haben. Man hat ihn seither nicht mehr gesehen.
Um ihre Machtposition in der Innenpolitik zu stärken, hat die chinesische Regierung einen anderen Jungen namens Gyaincain Norbu im November 1995 zum 11. Panchen Lama ernannt. Der von China Ausgesuchte wird von der tibetischen Bevölkerung abgelehnt und häufig “Panchen Zuma” (wörtlich: “falscher Panchen Lama”) genannt. China benutzt den Jungen immer häufiger als Sprachrohr seiner Politik in Tibet. Beide Jungen sind Opfer des chinesischen Plans, Kontrolle über das tibetische Volk, seine Religion und seine Kultur zu erhalten.
Seit diesem Fall hat Dalai Lama entschieden, dass er nicht in Tibet wiedergeboren werden kann.
Namaste Arya Tara
Quelle: www.wikipedia.de
