Die 4 Edlen Wahrheiten:
1. Leben ist Leiden.
Niemand kann immer nur glücklich, zufrieden und gesund sein. Es gibt immer Zeiten, in denen wir traurig, wütend, schlecht gelaunt, krank oder sogar verzweifelt sind.
2.Ursache des Leidens.
Durch z.B. Anhaftung, unrealistischen Erwartungen, Unzufriedenheit usw…
3. Leiden ist vermeidbar.
Wir können das Leid vermeiden, wenn wir wollen. Dauerhafte Vermeidung vom Leid ist der Zustand der Erleuchtung.
4. Es gibt einen Weg, der zur Aufhebung des Leidens führt.
Diesen Weg hat der Buddha den edlen achtfachen Pfad genannt.
Der Edle Achtfache Pfad
1. Vollkommene Einsicht (Richtige Sichtweise)
Wissen, was gut und was schlecht für uns ist und die Folgen unserer Taten kennen.
2. Vollkommene Gesinnung (Richtige Absicht)
Das, was wir tun, mit der richtigen Einstellung tun, nicht um etwas zurückzubekommen oder anerkannt zu werden.
3. Vollkommene Rede (Richtiges Sprechen)
Durch Worte andere nicht verletzen. Was wir sagen, hat einen großen Einfluss auf die anderen.
4. Vollkommenes Tun (Richtiges Handeln)
So handeln, dass man dabei an alle denkt.
5. Vollkommener Lebensunterhalt (Richtige Lebensweise)
Unser Beruf hat ein Einfluss auf uns, also richtige Beruf wählen, der uns glücklich macht und der nicht mit Schädigung oder Täuschung verbunden ist. Und auch bewusst leben z.B. keine Tiere töten, nicht stehlen.
6. Vollkommenes Anstrengung (Richtige Anstrengung)
Sich anstrengen, ein gutes Leben zu führen und nicht alle Anstrengung daran setzen immer mehr zu haben.
7. Vollkommenes Vergegenwärtigen (Richtige Achtsamkeit)
Aufpassen, dass wir in Gedanken und Taten in Harmonie mit der Welt leben. Und auch genau darauf zu achten, was im gegenwärtigen Moment passiert. Statt Gedanken an die Vergangenheit nachzuhängen oder über die Zukunft zu fantasieren, sollte Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das Jetzt achten.
8. Vollkommene Sammlung (Richtige Konzentration)
Meditieren und Gutes tun, damit wir Erleuchtung (vollkommen glücklich werden) finden.
Achtsamkeit: Achtsamkeit bedeutet, sich alle Tätigkeiten, auch die im Alltag automatisch ablaufenden Funktionen wie Atmen, Gehen usw. voll bewusst zu machen.
Anhaftung: Anhaftung bringt Leiden, weil wir alles, was wir besitzen, irgendwann verlieren. Wir hängen an Menschen, an Dingen, an Zustände (jung, gesund, stark, glücklich usw). Man soll das Loslassen lernen, und Liebe nicht mit Besitz in einem Topf werfen.
Karma: Die Karma bedeutet, die Wirkung auf Handeln und Gedanke. Die Wirkung
muss nicht im jetzigen Leben auftauchen, sondern kann mehrere Leben
später auftauchen. Wenn ein Kind zum Beispiel schwerkrank wird, dann
ist es die Karma von dem früheren Leben des Kindes, aber auch von den
Eltern und Angehörigen, denn sie leiden schließlich auch.
Karma kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Rad, d.h. Der Rad dreht sich
immer wieder und man wird immer wiedergeboren, durch den karmischen
Gesetzen. Wer erleuchtet ist, erzeugt daher keine Karma, das heißt
wiederum, dass man nicht wiedergeboren wird, außer man entscheidet
sich dafür, weil man dann wieder auf Erde kommen will, um Leid zu
beseitigen = Bodhisattva.
Quelle: www.buddhakids.de und Buch “Buddhismus für Dummies”
